Historie

Bereits im 11. Jahrhundert sind in der britischen Literatur und Kunst Hinweise auf gegürtelte Rinder (sheeted cows) zu finden und im 16. Jahrhundert wird dann erstmals der Name Belted Galloway schriftlich erwähnt. Die Farbpalette zu dieser Zeit war sehr vielfältig, es gab black, dun, red, belted, white, riggit, brindle und brocket faced Galloways.

Im 19. Jahrhundert nahm die Farbvarianz ab, weiße Markierungen wie riggits oder brindles (Schecken) wurden ausgemerzt und rote Tiere als minderwertig angesehen.

Im ersten 'Polled Herd Book' von 1852 wurde Aberdeen Angus und Galloways gemeinsam eingetragen. Mit der Gründung der „Galloway Cattle Society“ im Jahre 1877 und Einführung von Zuchtrichtlinien wurde die Farbe schwarz dominant und man hatte eine Trademark erstellt, welche es den Züchtern ermöglichte ihre Tiere zu vermarkten.

1921 wurde die „Dun und Belted Galloway Breeder’s Association“ gegründet, nachdem ein Antrag auf Herdbuchführung in der Galloway Cattle Society abgelehnt worden war. Im ersten Herdbuch von 1922 zählte man etwas über 200 belted Tiere, von den sogenannten Gründungsherden existieren heute noch zwei, nämlich Mochrum und Lullenden, die Boreland Herde, als dritte und älteste Zuchtstätte (141 Jahre) wurde 1998 aufgelöst.

Auf Grund einer Satzungsänderung fanden die Dun Galloways im Jahr 1951 Zugang in die Galloway Cattle Society, deshalb wurde  eine Namensänderung in „Belted Galloway Cattle Society“ vorgenommen. Zur Zeit werden im Hauptherdbuch etwa 1500 belted Kühe geführt (black-, dun- und red belted). In separaten Abteilungen hat die Society auch die Registrierung und Herdbuchführung von white, red und riggit Galloways übernommen.

Nachdem die einfarbig roten Galloways durch ihre interessante Farbe in den letzten Jahren 'modern' geworden sind, werden sie wieder von der Galloway Cattle Society im Herdbuch geführt. Für die riggit Galloways wurde im Jahre 2007 die Riggit Galloway Cattle Society gegründet.

Ob die markante Zeichnung der Belted Galloways auf die holländischen Lakenfelder zurückgeht oder eine Laune von Mutter Natur ist, verschwindet im schottischen Nebel. Auch Genuntersuchungen brachten keine Klarheit, eine Verwandtschaft zu Milchviehrassen konnte aber ausgeschlossen werden. Eine wissenschaftliche Arbeit von Sarah Blott, John Williams und Chris Haley vom Roslin Institut der Universität Edinburgh zeigt die unterschiedliche Genetik der Europäischen Rinderrassen
(
Genetic Diversity Among European Cattle Breeds)